Sexuelle Übergriffe an Münchner Hochschule für Musik: CSU-Staatsregierung mauert und lässt kein Problembewusstsein erkennen

26. September 2018

Hochschulpolitische Sprecherin Zacharias: Gesamter Skandal muss transparent gemacht und Zustände, die die Machenschaften erleichtert haben, geändert werden

Die hochschulpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Isabell Zacharias ist entsetzt, dass die CSU-Staatsregierung sowohl in ihrem Bericht als auch in der Aussprache in der heutigen Ausschussitzung keinerlei Willen zur Aufklärung der sexuellen Übergriffe an der Münchner Hochschule für Musik und Theater erkennen lässt. "Das immer größer werdende Ausmaß der vorliegenden Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen macht sprachlos", betont Zacharias. "Es ist unglaublich, dass die CSU-Staatsregierung und das Hochschulministerium viel zu zaghafte Bestrebungen zeigen, die Bedingungen, die mit zu diesem Skandal geführt haben, zu ändern."

Die SPD-Hochschulexpertin regt etwa an, über neue Unterrichtsformen nachzudenken: "Die Macht- und Abhängigkeitsstrukturen an Kunsthochschulen sind besonders ausgeprägt - eine Folge etwa des weit verbreiteten Einzelunterrichts. Vielleicht sollte man hier über Gruppenunterricht nachdenken, der weit weniger Gelegenheit für die widerlichen Machenschaften und den Machtmissbrauch zulässt."

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