SPD fordert stärkere staatliche Unterstützung für Alleinerziehende

04. Juni 2018

Antrag mit umfassendem Forderungskatalog eingereicht - Sozialpolitikerin Doris Rauscher: Wir wollen Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe stärken

Die SPD-Landtagsfraktion macht sich für eine deutlich stärkere Unterstützung der fast 400.000 Alleinerziehenden in Bayern stark. Hierzu hat sie einen Antrag in den Bayerischen Landtag eingereicht, der einen umfassenden Forderungskatalog zu den Kernbereichen Kinderbetreuung, Arbeitswelt, Beratungs- und Serviceangebote sowie Familienbezogene Leistungen (inklusive Anpassung steuerlicher Regelungen) enthält. Dem Antrag vorausgegangen war eine Reihe intensiver Gespräche mit Betroffenen und Fachverbänden, u.a. im Rahmen einer Fachtagung im Bayerischen Landtag Mitte Mai, die die SPD-Abgeordneten Doris Rauscher, Isabell Zacharias und Ruth Müller gemeinsam ausrichteten Bericht hier.

Sozialpolitikerin Rauscher betont: „Keine Bevölkerungsgruppe wächst so rasant und ist gleichzeitig so armutsgefährdet wie die der Alleinerziehenden. Der Spagat zwischen Familie und Beruf ist für sie oft besonders schwer zu bewältigen. Doch noch immer erhalten Alleinerziehende nicht die Unterstützung, die sie wirklich brauchen, beispielsweise eine verlässliche Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle oder auch niedrigschwellige Beratungsangebote. Und auch finanziell werden sie benachteiligt: Wir wollen deshalb das bisherige Ehegattensplitting, von dem insbesondere Ehen mit einem Alleinverdiener profitieren, zugunsten eines Familiensplittings reformieren und Kinder durch eine eigenständige Grundsicherung absichern. All dies könnte den Alltag von Alleinerziehenden enorm erleichtern!“ In Bayern leben aktuell 21 Prozent der Familien mit nur einem Elternteil. Laut Sozialbericht der Staatsregierung sind 36,7 Prozent der Alleinerziehenden im Freistaat armutsgefährdet, bei zwei oder mehr Kindern gar 43,0 Prozent.

Material: Antrag Aleinerziehende unterstützen

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