Abgeordnetenbrief Juni 2018

Isabell Zacharias, MdL

Haben Sie auch den halben Mai damit verbracht, Newsletter abzubestellen? Mir haben Leute gemailt, von deren Existenz ich nichts wusste, geschweige denn davon, dass ich in ihrem Verteiler bin. Oder vielmehr war – ich habe mich natürlich sofort abgemeldet. Damit Sie sich in der E-Mail-Flut nicht versehentlich auch aus meinem Verteiler austragen, kommt meine Pflichtinformation zum Datenschutz bewusst erst jetzt. Sie dürfen sicher sein: Ihre E-Mail-Adresse und, falls wir ihn haben, Ihren Namen speichern wir nur, damit wir Ihnen diesen Newsletter schicken können. Wir geben Ihre Daten nicht weiter und erstellen erst recht kein Profil von Ihnen. Wenn Sie sich abmelden möchten, genügt wie bisher eine kurze Nachricht. Dann löschen wir Ihre Daten sofort.

Mit der Hoffnung, diesbezüglich nicht von Ihnen zu hören oder zu lesen, grüßt Ihre Isabell Zacharias

Inhalt:

  • Die TUM im Nationalsozialismus
  • Grundsicherung für Kinder
  • Ausgeschlafen besser lernen
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Unterstützenswert: Die Lebenshilfe München
  • Termine

Die TUM im Nationalsozialismus

Am schlimmsten war der nationalsozialistische Studentenbund. Ab 1933 setzte er jüdische Professoren der Technischen Hochschule, wie die Technische Universität München damals noch hieß, massiv unter Druck. Nichtjüdische Professoren passten sich an, und selbst Wissenschaftler, die der NSDAP nicht nahestanden, forschten bereitwillig für das Regime. Die Hochschule wurde sogar als Kriegsmusterbetrieb ausgezeichnet. Am 20. Juni besuche ich zusammen mit Natascha Kohnen die Ausstellung „Die Technische Hochschule München im Nationalsozialismus“. Ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein. Rufen Sie an oder mailen Sie. Die zehn Schnellsten sichern sich ein Ticket.

Grundsicherung für Kinder

Nur ein Viertel der Kinder Alleinerziehender erhält den Unterhalt, der ihnen zusteht. Das zeigt eine Bertelsmannstudie. Da wundert es nicht, dass bei der Fachtagungder SPD-Fraktion die Forderung nach einer Kindergrundsicherung laut wurde. Die müsste der Bundestag beschließen. Doch auch der Freistaat kann für Alleinerziehende eine Menge tun. Wir haben unsere Vorschläge in einem Antrag zusammengefasst: kostenlose Kinderbetreuung, ein Recht auf Ganztagsschule, flexible Arbeit, Beratung und Service speziell für Alleinerziehende, Familienrabatt auch für Einelternfamilien. Das Ehegattensplitting abzuschaffen wäre dann wieder Aufgabe des Bundestages.

Ausgeschlafen besser lernen

Die SPD hat im Münchner Stadtrat einen Antrag eingebracht, den ich aus vollem Herzen unterstütze: Weiterführenden Schulen soll es erlaubt sein, probehalber später mit dem Unterricht zu beginnen. Wer pubertierende Schulkinder hat oder sich an die eigene Schulzeit erinnert, weiß, wie schwer Jugendliche morgens aus dem Bett kommen. Die innere Uhr ist in diesem Alter verschoben, sagt der Schlafforscher Alfred Wiater. Selbst Frühaufsteher würden für ein paar Jahre zu Langschläfern, die erst ab etwa 9 Uhr geistig einigermaßen fit sind. Ich bin gespannt auf den Test!

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Es ist Zeit für eine Änderung der Lehrerbesoldung in Bayern. Während Studienräte mit A 13 in den Job einsteigen, gilt für Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen immer noch A 12. Einen sachlichen Grund dafür gibt es nicht mehr. Kinder zu unterrichten ist anspruchsvoll, egal an welcher Schulart. Und die Ausbildung für das Lehramt an Grund-und Mittelschulen ist inzwischen genauso lang wie die für Realschulen und Gymnasien. Die SPD-Fraktion will das mit einem Antrag ändern.

Unterstützenswert: Die Lebenshilfe München

Wie gut, dass es die Lebenshilfe München gibt. Ohne sie wären die vergangenen Jahre für mich und meinen Sohn Theo erheblich schwieriger gewesen. Auch wenn Sie nicht persönlich betroffen sind, können Sie mit Ihrem Mitgliedsbeitrag die Arbeit der Lebenshilfe und auf diese Weise Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung unterstützen. Und Sie erhalten die Mitgliederzeitschrift L.I.E.S., für die auch ich gelegentlich schreibe. Schon allein dafür sollte es sich doch lohnen?

Termine

114. Ausgabe des Monatsbriefs