Schwule, Lesben und Transgender werden immer noch diskriminiert - CSU ist das egal

Die SPD-Landtagsfraktion wirft der Bayerischen Staatsregierung Untätigkeit im Kampf für die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexuellen vor. "Lesben, Bisexuelle und auch Transgender und Transsexuelle haben in Deutschland und Bayern nach wie vor mit massiven Anfeindungen und Problemen zu kämpfen. Homophobie ist allgegenwärtig und die CSU verschließt die Augen", erklärt die queerpolitische Sprecherin der Fraktion Isabell Zacharias. "Von den Christsozialen hört man sinngemäß immer wieder: 'ist doch gar nicht so schlimm'. Das ist eine Verharmlosung sondergleichen und ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die regelmäßig Anfeindungen erleben." Die SPD-Fraktion hat das Thema auf die Tagesordnung der Landtagsdebatte vom 13.12.2017 gesetzt und möchte mit einem entsprechendem Antragspaket die Lebensbedingungen der Betroffenen verbessern.

Laut einer Studie (http://www.tagesspiegel.de/berlin/diskriminierung-schwul-ist-fuer-viele-schueler-einschimpfwort/7656258.html) ist "schwul" ein gängiges Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen. "Gerade unter Kindern und Jugendlichen gibt es massive Diskriminierungen, das kann jede Lehrkraft und jede Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter bestätigen", unterstreicht die SPD-Politikerin.

Die SPD hat sich im Gegensatz zur CSU in der Vergangenheit immer wieder für die Rechte von Schwulen und Lesben eingesetzt, betont Zacharias: "Ich nenne nur die eingetragene Lebenspartnerschaft, die Abschaffung des Paragrafen 175 und zuletzt die Ehe für alle. Ohne die SPD wäre dies alles nicht möglich gewesen. Von der CDU/CSU wird die LGBT-Community dagegen im Stich gelassen!"